Stuttgart 2026/27 › Klimatipps für den nachhaltigen Alltag › Attraktive Gutscheine zum Ausprobieren › Energiesparen leicht gemacht
    Grußwort Liebe Stuttgarterinnen und Stuttgarter, die Energiewende fängt genau da an, wo wir jeden Tag leben und handeln – bei kleinen Ver- änderungen im Alltag. Jeder und jede Einzelne von Ihnen kann mit einfachen Schritten dazu beitragen, dass Stuttgart eine lebenswerte und zukunftsfähige Stadt bleibt. Mit dem Klimasparbuch 2026/27 möchten wir Ihnen praktische Tipps und Angebote aus unserer Stadt an die Hand geben. So können Sie ganz leicht energieeffizienter leben, unsere lokale Wirt - schaft stärken und das Beste: dabei auch noch Geld sparen. Ob Sie Ihr Zuhause energieeffizienter machen wollen, über kli - mafr eundliche Mobilität nachdenken oder leckere Tipps zur regio- nalen Ernährung benötigen – die Landeshauptstadt Stuttgart unter- stützt Sie dabei mit Beratung und Programmen. Nutzen Sie diese Chance, aktiv etwas für unser Klima zu tun – ge - meinsam können wir viel bewegen und unsere Stadt fit für die Zu - kunft machen. Viel Freude beim Entdecken und viel Erfolg bei Ihren klimafreund- lichen V orhaben! Ihr Dr. Frank Nopper Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart 3
      Energie und Klimaschutz in Stuttgart Stuttgart setzt Maßstäbe Klimaschutz ist eine der größten Aufgaben unserer Zeit – und Stutt- gart geht entschlossen voran. Bereits 2016 hat die Landeshaupt- stadt ein eigenes Energie- und Klimaschutzkonzept verabschie- det. Ziel der Stadt ist es, bis 2035 Klimaneutralität zu erreichen. Grundlage dafür ist ein Reduktionsplan für Emissionen, dessen Fortschritte jährlich überprüft werden. Schon 2023 lagen die Emis - sionen 54 Prozent unter dem Niveau von 1990 – das Etappenziel wurde damit nahezu erreicht. Auch bei den städtischen Gebäuden setzt Stuttgart Maßstäbe: Bis 2030 werden die Bestandsgebäude klimaneutral saniert und Neubauten entstehen ausschließlich als Plusenergiegebäude. Das bedeutet, dass diese Gebäude im Jahresdurchschnitt mehr Ener- gie erzeugen, als sie selbst verbrau- chen. Erreicht wird dies unter anderem durch den Bau von Solaranlagen, be- grünte Fassaden und den Einsatz von Recycling-Bau - stoffen. Doch der Weg hin zu Klimaneutralität gelingt nur gemeinsam. Ne - ben Stadtverwaltung und Unternehmen sind auch Bürgerinnen und Bürger gefragt: durch Energiesparen, klimafreundliche Mobilität und bewussten Konsum. Dieses Klimasparbuch zeigt mit Tipps, Ideen und Angeboten, wie Sie selbst mitwirken können. 4
        So gelingt die Energiewende Der Weg zur erfolgreichen Energiewende beginnt mit drei klaren Schritten: weniger verbrauchen, smarter nutzen und sauber erzeu- gen. Unsere Grafik zeigt, wie Wandel durch Einsparen, Effizienz und Erneuerbare möglich ist. 5
          Energiesparprogramm Heizungsprogramm Solaro ff ensive Urbanes Grün Umweltfreundlich wohnen und bauen Umweltfreundlich Wohnen und Bauen Energetische Förderprogramme der Stadt Damit Ihre persönliche Energiewende optimal gelingt, unterstützt Sie die Stadt Stuttgart mit vielfältigen Förderangeboten. Alle Pro - gramme lassen sich mit den Angeboten von Land und Bund kom- binieren. Eine vollständige Übersicht finden Sie unter stuttgart.de/energie.
          Was wird gefördert? Heizungsprogramm //stuttgart.de/heizungsprogramm Die Stadt fördert den Umstieg auf moderne Heizungsanlagen, bei - spielsweise durch eine Wärmepumpe, einen Wärmenetzanschluss oder eine Pelletheizung. Bezuschusst werden zudem unterstützen - de Maßnahmen zur Modernisierung von Heizsystemen. Energiesparprogramm //stuttgart.de/energiesparprogramm Es werden energetische Sanierungen von Wohngebäuden geför - dert. Zuschüsse gibt es für Einzelmaßnahmen, wie z. B. neue Fens - ter, sowie für Komplettsanierungen der gesamten Immobilie. Solaroffensive //stuttgart.de/solaroffensive Gefördert wird die Installation von Photovoltaikanlagen auf Dä - chern und Fassaden sowie Stromspeicher und vorgelagerte Ladein- frastruktur für Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Förderprogramme energiekonzept@stuttgart.de 0711 216-880 88 7
          Umweltfreundlich wohnen und bauen Das Energieberatungszentrum Stuttgart e.V. Eine fundierte Energieberatung wird in Zeiten des Klimawandels, aber auch angesichts steigender Energiepreise und Netzentgelte immer wichtiger. Die Stadt Stuttgart hat für ihre Bürgerinnen und Bürger deshalb verschiedene Beratungsangebote geschaffen, die von der lokalen Energieagentur – dem Energieberatungszentrum (EBZ) durchgeführt werden. Als gemeinnütziger Verein bietet das EBZ Ihnen neutrale, unabhän - gige Beratung sowie ein vielfältiges Angebot an Informationsveranstal- tungen rund um das Thema Gebäu- desanierung. Es steht Ihnen auf Ihrer gesamten Sanierungsreise als ver- lässlicher Partner zur Seite. EBZ Stuttgart e.V. Gutenbergstraße 76, 70176 Stuttgart 0711 6156555-0 www.ebz-stuttgart.de info@ebz-stuttgart.de 8
          Klimaschutz mit Sonnenkraft: Ihre Möglichkeiten Die Sonne schickt keine Rechnung für Sonnenenergie, die zur Wär - meerzeugung (Solarthermie) oder Stromproduktion (Photovoltaik) genutzt werden kann. Solarenergie ersetzt fossile Brennstoffe, reduziert CO 2 -Emissionen und verursacht weder Lärm noch Trans- portkosten oder -risiken. Ob Ihr Dach für eine PV-Anlage geeignet ist, zeigt der Stuttgarter Solaratlas online: maps.stuttgart.de/sola- ratlas. Auch ohne eigenes Dach können Sie mit einem Balkonkraft - werk Strom selbst erzeugen. Für Mieterinnen und Mieter – in Ab - sprache mit dem Vermieter – sind die steckerfertigen Geräte leicht zu installieren. BEISPIEL: Die Nutzung von PV-Strom statt konventionellem Strom spart 479 € pro Jahr. (Vier-Personen-Haus - halt). Die Solarscouts sind engagierte PV-Exper - ten aus Ihrer Nachbarschaft, die ihr Wis - sen und ihre eigenen Erfahrungen rund um Photovoltaik teilen. Sie informieren unabhängig und kostenlos und unter- stützen bei den ersten Schritten hin zur eigenen PV-Anlage. Mehr Informationen unter stuttgart.solarscouts.info. 9
          10 Umweltfreundlich wohnen und bauen Heizen mit Verstand Um Heizkosten zu sparen, müssen Sie nicht frieren. Es kommt viel - mehr auf das richtige Verhalten rund um Ihre Heizung an: Heizkörper frei halten: Heizkörper sollten nicht verdeckt sein, da - mit Wärme ungehindert zirkulieren kann. Heizung entlüften: Wenn Ihr Heizkörper gluckert oder nicht richtig warm wird, muss er wahrscheinlich entlüftet werden. Einfach das Lüftungsventil mit einem Heizungsschlüssel aufdrehen und die Luft entweichen lassen, bis Wasser tröpfelt. Regelmäßige Wartung der Heizung: Lassen Sie Ihre Heizung re - gelmäßig warten. Damit läuft Ihre Heizung effizienter und hat eine längere Lebensdauer. Heizungsrohre dämmen: Ist der Heizungskeller zu warm, geht dort viel Wärme verloren. Die Lösung: einfach Isoliermaterial für Rohrlei - tungen und Heizungskomponenten aus dem Baumarkt anbringen. Smarte Thermostatventile: Sie ermöglichen eine bedarfsgerechte Steuerung der Heizung: je nach Raum, Tageszeit oder Anwesenheit und oft auch aus der Ferne über eine App. So wird nur geheizt, wenn es wirklich nötig ist. BEISPIEL: Ein Grad weniger Raumtemperatur spart ca. sechs Prozent Heizenergie (ca. 500 kg CO₂ und 140 €).
            Frische Luft – gutes Klima Um Heizkosten niedrig zu halten, Schimmel an der Wand vorzubeu - gen und es bei frischer Luft angenehm warm zu halten, kommt es aufs richtige Lüften an. Es ist effektiver, die Fenster mehrmals täglich für einige Minuten weit zu öffnen, als sie dauerhaft gekippt zu lassen. Im Winter sollte die Heizung dafür komplett heruntergeregelt werden, also auf (*). So wird die verbrauchte Luft durch frische aus- getauscht, die sich schnell wieder erwärmt. Je nach Jahreszeit empfiehlt das EBZ fol - gende Lüftungsdauer: Dezember bis Januar: 4–6 Minuten März und November: 8–10 Minuten April und Oktober: 12–15 Minuten Mai und September: 16–20 Minuten Juni bis August: 25–30 Minuten BEISPIEL: Regelmäßig Stoß- oder Querlüften spart bis zu 500 kg CO₂ und 289 € (Ein - familienhaus). 11
              12 TÜV NORD CERT GmbH G e p r ü f t e r Ö k o s t r o m F r e i w i l l i g e Z e r t i f i z i e r u n g g e m. V d T Ü V S t a n d a r d 1 3 0 4 Grüne Energie aus der Steckdose Auch ohne eigene Photovoltaik-Anlage oder Balkonkraftwerk kön - nen Sie die Energiewende mit einem Wechsel zu Ökostrom wirk - sam unterstützen. Ökostrom stammt aus erneuerbaren Quellen wie Sonne, Wind oder Wasser und verursacht keine zusätzlichen CO 2 - Emissionen. Ein Wechsel zu einem zertifizierten Tarif ist deshalb der einfachste Weg, die eigene Klimabilanz zu verbessern und die Energiewende zu unterstützen – oft ohne Mehrkosten, teils sogar günstiger. Achten Sie beim Wechseln auf eine Ökostrom-Zertifizie - rung durch Label wie Grüner Strom, ok-power oder TÜV Süd/Nord. Die Stadtwerke Stuttgart bieten TÜV Nord-zertifizierten, CO 2 -freien Ökostrom aus Wind- und Solaranlagen an: stadtwerke-stuttgart.de. Übrigens: Die Stadt Stuttgart bezieht bereits seit 2012 für alle ihre Liegenschaften 100 Prozent Ökostrom.
              Elektrogeräte-Neukauf – sparen nach Buchstaben Bevor Sie ein neues Gerät kaufen, lohnt es sich, den eigenen Bedarf zu prüfen. Ist ein Neukauf wirklich notwendig, dann helfen die EU- Energieeffizienzklassen bei der Orientierung: G (rot) ist die schlech - teste Klasse, A (grün) die beste. Aber Achtung! Energieeffizienz bedeutet nicht energiesparend, sondern lediglich, dass ein Gerät für die gleiche Leistung weniger Energie benötigt als vergleichbare Geräte. Energie sparen mit Smart Home? Mit Smart-Home-Systemen lassen sich z. B. Licht, Heizung und Ge - räte per App oder Sprachsteuerung steuern. Ob smarte Systeme zum Energiesparen beitragen, hängt davon ab, welche Geräte ge- nutzt und wie sie eingesetzt werden. Stromverbrauch von Geräten Heizenergie Geräte können gezielt gesteuert werden und laufen nur bei Bedarf (z. B. Licht nur bei Anwesenheit) Geräte lassen sich aus der Ferne ausschalten, Standby-Strom wird gespart Heizung regelt automatisch bei Abwesenheit runter und heizt rechtzeitig vor, sodass unnötiges Heizen vermieden wird Zusätzliche smarte Geräte sind notwendig Geräte müssen ständig aktiv sein, um jederzeit steuerbar zu sein Mehr Komfort kann dazu führen, dass Geräte öfter genutzt werden Hohe Anschaffungskosten für Geräte Abhängigkeit von Technik und Internet 13
                Cool bleiben trotz Hitze Durch die zunehmend heißen Sommer bekommt der Schutz unserer Wohn- und Arbeitsräume vor Hitze eine immer größere Rolle. Mit folgenden Tipps bleibt Ihre Wohnung angenehm temperiert: • Lüften Sie in der Nacht und in den frühen Morgenstunden und schließen Sie danach die Fenster und Rollläden. • Bäume vor den Fenstern bieten einen natürlichen Hitzeschutz. Ebenfalls sinnvoll sind von außen angebrachte Lamellen, Rolllä - den und Markisen. • Ventilatoren benötigen deutlich weniger Energie als Klimageräte und kühlen durch den leichten Luftzug. • Luftige Kleidung aus Naturmaterialien wie Leinen, Baumwolle oder Seide bietet ebenfalls Erleichterung. Für Wohlbefinden und Konzentration bei hohen Temperaturen im Büro beachten Sie folgende Tipps: • Auch hier verschafft ein Ventilator Erleichterung. • Andere elektronische Geräte, wie z. B. Drucker, sollten nur bei Bedarf eingeschaltet werden, da ihre Abwärme das Raumklima noch zusätzlich aufheizt. • Wenn möglich: flexible Arbeitszeiten nutzen und z. B. lieber früher mit der Arbeit beginnen, wenn es noch kühler ist. • Nehmen Sie am Arbeitsplatz ausreichend Flüssigkeit und mit - tags nur eine leichte Mahlzeit zu sich. Umweltfreundlich wohnen und bauen 14
                  Augenschmaus und Bienenweide Balkon, Terrasse oder Garten bieten viel Potenzial für die Artenviel - falt. Schon ein paar bunte Wildblumen, wie z. B. Echter Lavendel, Blaue Fächerblume oder Calendula statt Einheitsgrün machen den Unterschied. Steingärten können bunt bepflanzt werden – eintönige Schotterflächen sind hingegen ein No-Go für Bienen und Insekten. Auch auf dem Balkon lässt sich viel tun: Kräuter wie Zitronenthymi - an, Salbei oder das nektarreiche Bohnenkraut sind wahre Insekten- magneten. Achten Sie auf ungefüllte Blüten – sie liefern Pollen und Nektar. Geranien sehen hübsch aus, bieten Insekten jedoch keine Nahrung. Über die Saatgutbibliotheken der Stadt Stuttgart (z. B. am Mailänder Platz oder in Zuffenhausen, Neugereut, Kneippweg und Weilimdorf) kann Saatgut getauscht werden – kostenlos und nach - haltig. So fördern Sie Biodiversität, retten alte Sorten und bringen mehr Blütenpracht in die Stadt. Mehr Infos unter stuttgart-tourist. de/a-saatgutbibliothek-stuttgart. 15
                  16 16 Bewusster leben und konsumieren Langlebig kaufen lohnt sich Umweltfreundliche Produkte kosten oft etwas mehr und benötigen in der Herstellung mehr Ressourcen. Trotzdem rentiert sich ihre Anschaffung: Sie sind hochwertiger, halten deutlich länger und müssen seltener ersetzt werden. Dadurch sparen sie über ihre Le - bensdauer hinweg Energie und Ressourcen und weisen eine besse - re Klimabilanz auf. Zudem lassen sie sich am Ende umweltgerecht recyceln – ein klarer Vorteil gegenüber kurzlebigen, nicht-nachhal - tigen Alternativen. Es gilt: Je länger ein nachhaltiges Produkt in Gebrauch ist, umso mehr freuen sich Geldbeutel und Klima. Denn erst durch die Nut - zungsintensität entfaltet ein umweltfreundliches Produkt seine Nachhaltigkeit. Eine Einkaufstasche aus Bio-Baumwollstoff kostet ca. 2 Euro und hat aufgrund der Herstellung einen hohen CO 2 -Fußabdruck. Dafür wird sie bei richtiger Pflege zu einer jahrelangen Begleiterin. Im Vergleich zur 10 Cent teuren Plastiktüte lohnt sie sich finanziell ge - sehen bereits nach 20-maliger Benutzung. Für eine positive Klima - bilanz sollte die Stofftasche mindestens 50 bis 100-mal verwendet werden.
                    Der Konsum-Check Wir alle konsumieren, verbrauchen und kaufen Tag für Tag: Lebens - mittel, Kleidung, Dienstleistungen, Luxusartikel und vieles mehr. Oft ist es gar nicht so leicht, schnell zu entscheiden, ob wir diese Dinge wirklich brauchen und vor allem, welche Folgen unser Kauf für die Umwelt hat. Der Konsum-Check (auch online verfügbar unter wir- ernten-was-wir-saeen.de/konsum-check) kann Ihnen anhand der folgenden Fragen die Entscheidung erleichtern: Brauche ich es wirklich? Kann ich es auch leihen, mieten oder gebraucht kaufen? Kann ich es reparieren, wenn es kaputt- geht? Kann ich es weitergeben, wenn ich es nicht mehr brauche? Wie lässt es sich später entsorgen? Konsumiere ich bewusst? Kann ich kompensieren? 17
                    Alternative Formen des Konsums Kaputt? Nicht gleich Müll! Reparieren ist umweltfreundlich und spart Geld. In der offenen Werkstatt von HOBB YHIMMEL (hobbyhimmel.de) oder in einem der Stuttgarter Repair-Caf és können Sie unter Anleitung reparieren. Mehr Informationen gibt es unter repaircafe-stuttgart.de oder unter jetztklimachen.stuttgart.de/reparieren. Von Hand zu Hand • Buchtausch-Schränke gibt es in Stuttgart viele. Die Standorte finden Sie unter openbookcase.de/map. • Termine für Stuttgarter Kleidertausch -Events können Sie unter kleidertausch.de herausfinden. • Leihen: In der Bibliothek der Dinge (Stadtbibliothek am Mailän - der Platz) gibt es vom Beamer bis zum Hula-Hoop-Ring vieles, was man selten braucht oder erst testen möchte. A uch das Projekt teilbar bietet Leihmöglichkeiten für Haushalt, Freizeit und Kinder: teilbar.eu. • Spenden: Möbel, Textilien, Elektrogeräte und anderes können Sie an das Secondhand-Kaufhaus FAIRKAUF oder an die Second - hand-Sozialkaufhäuser im V erbund Neue Arbeit (in Stuttgart-Bad Cannstatt, Stuttgart-Wangen, Plochingen oder Esslingen) spen - den. caritas-stuttgart.de > Shops & Dienstleister, daskaufhaus.de • Verschenken: kleinanzeigen.de, nebenan.de oder Facebook- Gruppen bieten online die Möglichkeit, Dinge, die Sie nicht mehr brauchen, weiterzugeben. Bewusster leben und konsumieren 18
                    Secondhand Indem Sie sich für Secondhand-Kleidung entscheiden, sparen Sie in jedem Fall Ressourcen und schonen Ihren Geldbeutel. Ein neuer Trend in der Modebranche setzt sich außerdem gegen Massenkon- sum ein: Kleidung mieten statt kaufen. Vor allem für Kinderklei - dung und Umstandsmode gibt es inzwischen zahlreiche Anbieter. In Stuttgart gibt es eine Filiale der Kleiderei (kleiderei.com). Gegen einen Mitgliedsbeitrag teilt man sich hier einen großen Kleider- schrank mit anderen. Secondhand-Brautkleider, Faschingskostüme oder Skisachen lassen sich ebenfalls gut ausleihen. Kleider aus zweiter Hand können Sie in Stuttgart in zahlreichen Se- condhand-Läden erwerben, z. B. bei PICKNWEIGHT (picknweight. de), SECONDDREAMS (seconddreams-stuttgart.de) oder im Still Thrifting Vintage Shop�(stillthrifting.de) 19
                    Bewusster leben und konsumieren 20 Gemeinsam fürs Klima in Stuttgart jetztklimachen! Jetzt ist die Zeit, gemeinsam aktiv zu wer- den: Die digitale Klimakarte der Kommu - nikationskampagne jetztklimachen! zeigt, wo in Stuttgart bereits Klimaschutzprojekte umgesetzt werden – von Vereinen, Unterneh- men oder engagierten Bürgerinnen und Bürgern: jetztklimachen. stuttgart.de/klimakarte. Inspiration bietet auch der jetztklimachen!-Podcast: In rund 45-mi - nütigen Episoden berichten Fachleute über ihre Erfahrungen, Ideen und Lösungen für gelebten Klimaschutz: jetztklimachen.stuttgart. de/podcast. Immer gut informiert bleiben Der Newsletter »Gebäudemodernisierung« informiert über Neuig - keiten, Veranstaltungen und Förderprogramme rund um Immobilien und Wohnungen. So machen Sie Ihr Zuhause klimafit und zukunfts - sicher. Hier geht’s zur Registrierung: stuttgart.de/newsletter-gebaeudemodernisierung Der Newsletter »Mobil in Stuttgart« informiert über Aktionen, Ange - bote und Beschlüsse zur Mobilität in Stuttgart. Anmeldung unter: stuttgart.de/leben/mobilitaet/newsletter-mobil-in-stuttgart.
                    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Das BNE-Netzwerk Stuttgart vereint Akteure, die Bildungsangebote im Bereich Nachhaltigkeit für Schulen, Kitas und Kinder- und Ju - gendarbeit gestalten. Ob Energie, Umweltschutz oder Demokratie - bildung – Kinder und Jugendliche lernen in vielseitigen Projekten, wie sie ihre Gegenwart und Zukunft aktiv mitgestalten können. Ansprechpersonen der Kommune finden Sie unter stuttgart.de/leben/bildung/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung/bne-in-der- verwaltung SCHUL-Booster Die Plattform der Stuttgarter Kinderstiftung bietet eine gebündelte Übersicht über vielfältige, teilweise außerschulische Bildungsange - bote und unterstützt damit Lehrkräfte und pädagogische Fachkräf - te. In der Datenbank können passende Projekte für Kitas, Schulen oder Jugendeinrichtungen direkt gebucht werden. So lassen sich nachhaltige Themen unkompliziert in den Unterricht integrieren. Schauen Sie sich um: schul-booster.de/welcome-look 21
                    Bewusster leben und konsumieren Klimafreundliche Geldanlage Vereinfacht betrachtet »arbeitet« Ihre Bank mit Ihrem Sparguthaben, indem sie Kredite refinanziert. Dabei entscheiden Sie als Kundin oder Kunde in der Regel nicht, an wen. Kreditnehmende könnten Kohlekraftwerke, Rüstungsunternehmen oder Unternehmen sein, die gegen Menschenrechte und Umweltschutzauflagen verstoßen. Informieren Sie sich bei Ihrer Bank vor Ort, was mit Ihrem Geld pas- siert. Es gibt alternative Angebote von Banken, die Umwelt- und Sozialstandards erfüllen und fördern sowie den Ausstoß von Treibh - ausgasen reduzieren. Seit September 2016 folgt die Geldanlage der Stadt Stuttgart der Strategie des Divestments. Geld wird z. B. nicht mehr in Unternehmen angelegt, die in den Rohstoffabbau von Kohle und Öl investieren. 22
                      Mit PC, Smartphone und Co. das Klima schützen Die ständige Verfügbarkeit von Daten und der frühzeitige Umstieg auf neuere Geräte sind eine Belastung für unser Klima. Digitalisie - rung geht aber auch umweltschonend: • Langzeitnutzung: Da die Produktion neuer Geräte sehr aufwen - dig ist, sollten Sie technische Geräte möglichst lang nutzen, reparieren und am Ende richtig recyceln. • Weniger ist mehr: Behalten Sie Ihr E-Mail-Postfach und Ihre Cloud im Auge. Gespeicherte Mails und gefüllte Cloud-Speicher brauchen Strom, deshalb regelmäßig aussortieren. • Nutzen Sie alternative Suchmaschinen, z. B. Ecosia oder GOOD. • Die Größe macht's: Je kleiner der Bildschirm, desto weniger Strom fließt in die Nutzung des Geräts. • Fair und nachhaltig: Alternativen zum üblichen Smartphone bieten faire Hersteller wie z. B. Fairphone und Shiftphone. Nach - haltiges Zubehör finden Sie beispielsweise bei vireo.de. 23
                      2424 Top-10-Energiespartipps Wäsche bei niedrigen Temperaturen waschen Je heißer gewaschen wird, desto mehr Energie wird benötigt. Sie sparen außerdem Energie, wenn Sie die Maschine voll beladen und das Eco-Programm nutzen. Damit sparen Sie jährlich mehr als 30 Euro. Kürzer Duschen mit Sparduschkopf Ein Sparduschkopf senkt den Wasserdurchfluss um etwa die Hälfte. Damit können Kosten von bis zu 400 Euro im Jahr gespart werden. Wenn Sie das Wasser während des Einseifens abstellen und die Duschzeit reduzieren, spa - ren Sie zusätzlich Energie und Wasser. Heizkörper fit machen Heizkörper entlüften, den hydraulischen Abgleich durch - führ en, programmierbare Thermostate installieren, Raumtemperatur um ein Grad absenken: Mit all diesen Maßnahmen sparen Sie Energie und Stromkosten. Klimaanlagen vermeiden 165 Kilogramm CO 2 stößt eine Klimaanlage aus, wenn sie an 30 Tagen im Jahr acht Stunden läuft. Günstiger ist es, wenn Sie früh morgens und spät abends lüften und tagsüber die Wohnung abdunkeln. LED-Lampen nutzen Mit LED-Lampen verbrauchen Sie wenig Energie, sie hal - ten lange und überstehen auch häufiges Ein- und Aus - schalten.
                        25 ✁ Standby vermeiden Auch wenn Geräte ausgeschaltet sind, verbrauchen sie im Standby-Modus weiterhin Strom. Praktisch sind hier schaltbare Steckdosenleisten – oder Sie ziehen einfach den Stecker Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen Schon eine Eisschicht von einem halben Zentimeter erhöht den Energieverbrauch eines Gefriergeräts um 10 bis 15 Prozent. Regelmäßiges Abtauen kann bis zu 14 Euro jährlich sparen und Ihre Geräte halten länger. Spülmaschine voll beladen Nutzen Sie den Platz in Ihrer Spülmaschine am besten ganz aus, denn nur vier- statt fünfmal in der Woche spülen, spart bereits 16 Euro im Jahr. Gerätegröße an Bedarf anpassen Für alle Geräte vom Kühlschrank über Waschmaschine bis zum PC gilt: Je kleiner, desto stromsparender. Mit Deckel kochen Um Wasser in einem Topf zum Kochen zu bringen, wird viel Wärmeenergie benötigt. Wenn Sie das Wasser mit einem Wasserkocher erhitzen und mit Deckel auf dem Topf weiterkochen, können Sie im Jahr bis zu 27 Euro sparen. Seiten einfach raustrennen und zur Erinnerung an den Kühlschrank heften.
                          Gesünder essen und genießen 26 Gesünder essen und genießen Alles zu seiner Zeit Ein umweltverträglicher Einkauf kann viele Facetten haben: bio, sai- sonal, regional – doch wo anfangen? Mit regionalem Obst und Gemüse der Saison tun Sie schon sehr viel für das Klima. Zusätzlich auf Bio-Qualität zu achten, verstärkt den Effekt positiv. Insbesondere bei Kirschen und Erdbeeren ist es gut, zu den aromatischen heimischen Exemplaren während der Saison zu greifen, statt im Winter nach Überseeware. Denn was vor Ort wächst, schmeckt viel besser. Regionale und saisonale Lebensmittel erhalten Sie z.B. in Hofläden und auf dem Wochenmarkt in Ihrer Nähe. Hier haben Sie nicht nur die Möglichkeit, frisch und saisonal einzukaufen, Sie können auch Bekannte treffen und in der Sonne die bunte Pracht regionaler Pro - dukte genießen! stuttgarter-wochenmaerkte.de Welche Lebensmittel gerade Saison haben, zeigt Ihnen unser Sai - sonkalender auf der nächsten Seite.
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                            Gemeinsam Gutes tun: Solidarische Landwirtschaft Im Supermarkt bekommen Sie zu jeder Jahreszeit das gleiche große Angebot an Obst und Gemüse. Wie es erzeugt wird und ob es unter fairen Bedingungen produziert wurde, ist nicht immer klar. Aber es gibt auch Alternativen: Wenn Sie sich einer Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) an - schließen, teilen Sie sich die Ernte eines Bauernhofs und können auch auf dem Hof mithelfen. So wird die Produktion sowie eine faire Vergütung für die Angestellten vorfinanziert. Das Ziel ist eine öko - logische und vielfältige Landwirtschaft ohne lange Transportwege. Über neue Mitglieder freut sich die SoLaWi Stuttgart, eine Gruppe von Verbrauchenden, die mit dem Demeterhof Reyerhof in Stuttgart- Möhringen zusammenarbeiten, um sich den Zugang zu regionalen und fair produzierten Lebensmitteln zu ermöglichen: solawis.de. Eine weitere Stuttgarter SoLaWi ist »Stadtrandgemüse« aus Zazen - hausen: stadtrandgemuese.de. Weitere SoLaWis finden sich in Stuttgarts näherer Umgebung, z. B. in Esslingen oder im Rems-Murr-Kreis, wo die Solawi Großhöchberg mit zahlreichen Verteilräumen im nordöstlichen Umland von Stutt - gart sitzt. Gesünder essen und genießen 28
                            Einkauf ohne Verpackung In den letzten Jahren ist die Menge an Verpackungsmüll gestiegen. Gründe dafür sind das vermehrte Onlineshopping, kleinere Haus - halte und mehr Einzelportionen. Meist ist der Verzicht auf Verpa- ckung beim Discounter eine richtige Herausforderung. Prüfen Sie, auf welche in Plastik verpackten Produkte Sie gar nicht verzichten können. Leichter fällt das Vermeiden von Verpackungen auf dem Wochen- und Bauernmarkt oder im Unverpacktladen. Dort bringen Sie am besten Ihre eigenen Behälter gleich mit. Unverpacktläden in Stuttgart sind z. B. Schüttgut oder Wandel.Handel. Im hinteren Teil der Broschüre finden Sie passende Gutscheine zum Ausprobieren! 29
                              Heimisches Superfood Vitamin- und nährstoffreiche Lebensmittel sind zurzeit in aller Mun- de. Für Ihre Gesundheit muss es aber nichts Weitgereistes wie etwa Quinoa, Avocado oder exotische Açaí-Beeren sein. Sehen Sie sich um: Mit heimischem Superfood aus Ihrer Umgebung sparen Sie Transportwege und unterstützen den – im Idealfall ökologischen – Anbau vor Ort. Außerdem schonen Sie dabei auch noch Ihren Geld- beutel, denn »Super Local Food« ist meist viel erschwinglicher als z. B. südamerikanisches Superfood. Leinsamen, Kürbiskerne oder ein Kohlkopf kosten nur einen Bruchteil von Chiasamen. Achten Sie dabei auf die Angebote der Saison und Region. Heimi - sche Ölsaaten, wie z. B. Leinsamen und Hanf, gibt es vielerorts in der Region Stuttgart. Flachs bzw. Lein sowie das berühmte Filder - kraut waren früher wichtige Handelsgüter der Fildern. Greifen Sie also öfters mal zum Kohlkopf als zum Granatapfel. Heimisches Superfood ist auch das Grün, das uns umgibt – unsere heimischen Wildkräuter! Um diese kennenzulernen und eindeutig identifizieren zu können, nehmen Sie doch an einem Wildkräuter- Kurs oder einer Wildkräuter-Führung teil, z. B. mit dem Gutschein im Gutscheinteil! Gesünder essen und genießen 30
                                Wein aus der Region Die Deutschen trinken im Durchschnitt 25 Liter Wein pro Jahr und Person. Auch wenn man gerne mit einem guten Tröpfchen aus der Urlaubsregion in Erinnerungen schwelgt, klimafreundlicher ist Wein aus der eigenen Region. Um und in Stuttgart hat der Weinbau be - kanntlich Tradition. Wenn Sie dann noch Wein aus einer Mehrweg- Glasflasche oder in Bio-Qualität wählen, sind Sie bereits deutlich klimafreundlicher unterwegs! Wer schon immer einmal mehr über Weinbau erfahren wollte, kann in der Ökologischen Gemeinschaft Naturwein (ÖGN) Mitglied werden. Gemeinsam wird dann ein mit der U-Bahn erreichbarer Weinberg in Bad Cannstatt bewirtschaftet. Eine Auflistung von Stuttgarter Bio-Weingütern finden Sie unter stuttgart-tourist.de/bio-weingueter, darunter auch das biozertifizierte Wein - gut der Stadt Stuttgart mit dem Stadt - wein. BEISPIEL: Die Wahl einer Mehr - weg-Glasflasche redu - ziert den CO 2 -Fußabdruck einer Flasche um ein Drittel. 31
                                Ohne Müll unterwegs Ob Kaffee auf dem Weg zur Arbeit oder das schnelle Mittagessen zum Mitnehmen – To-go-Angebote sind aus dem Alltag kaum weg - zudenken. Doch die Kehrseite ist sichtbar: Überquellende Mülleimer, verschmutzte Parks und ein wachsender CO 2 -Fußabdruck durch Einwegverpackungen. Deshalb gilt seit 2023 die Mehrwegpflicht: Gastronomiebetriebe müssen Ihnen eine umweltfreundliche Alter - native zu Einwegverpackungen anbieten – ganz ohne Aufpreis. Das schützt Ressourcen und reduziert Müll. Nutzen Sie diese Möglichkeit aktiv: Bringen Sie Ihren eigenen Be - cher mit oder fragen Sie gezielt nach dem Mehrweg-Angebot. Da begegnet Ihnen an zahlreichen Stellen im Großraum Stuttgart das bundesweit größte Pfandsystem: Recup für Getränke (Partner unter maps.stuttgart.de/recup) und Rebowl für Essen zum Mitnehmen. Ein ehemaliges Stuttgarter Start-up aus Feuerbach ist ReCIRCLE, das Pfandsystem ist immer noch in Stuttgart aktiv. Außerdem kön - nen Sie bei zahlreichen Restaurants eigene Behälter für Ihr Essen mitbringen, solange diese sauber sind! Gesünder essen und genießen 32
                                Kein Essen für die Tonne Sie möchten in den Urlaub fahren, aber im Kühlschrank befinden sich noch verderbliche Lebensmittel? Verschenken Sie sie doch an Nachbarn oder Freunde oder bringen Sie sie zu einem Fairteiler in Ihrer Nähe! Ein Fairteiler ist ein öffentlicher Ort, um Lebensmittel zu retten, die noch genießbar sind.� Auf foodsharing.de > Karte finden Sie zahlreiche Stellen in Stuttgart, an denen Sie Ihre Lebensmittel weitergeben oder kostenlos welche mitnehmen können. Die »Raupe Immersatt« ist Deutschlands erstes foodsharing-Café im Stuttgarter Westen. Hier werden in einem Fairteiler vor dem Wegwerfen gerettete Lebensmittel für alle zur Verfügung gestellt. Diese können entweder direkt vor Ort im Café verzehrt oder kosten - los mit nach Hause genommen werden. Mehr Infos unter raupeim- mersatt.de und jetztklimachen.stuttgart.de/2teliebe. Unter dem Hashtag #2teliebe sind dort alle Fairteiler sichtbar. 33
                                Nachhaltig unterwegs sein Nachhaltig unterwegs sein Teilen statt Besitzen – Mit Carsharing klimafreundlich unterwegs Sharing-Mobilität ist eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zum eigenen Auto. Wer nicht täglich ein Fahrzeug benö - tigt, kann mit Carsharing, E-Scootern, E-Mopeds und Leihrädern Geld sparen und zur Verkehrswende beitragen. In Stuttgart gibt es ein breites Sharing-Angebot für die unterschied - lichsten Zwecke, z. B. auch für Umzüge oder Familienausflüge. Hier können Sie die Angebote der Carsharing-Anbieter stadtmobil, MILES Mobility, Free2move, Flinkster, ShareNow, deer e-Carsharing und vie - le mehr nutzen: stuttgart.de/carsharing. Außerdem gibt es eine große Vielfalt weiterer Sharing-Angebote mit Fahrrädern, Pedelecs, Lastenrädern, Mopeds und Rollern – viele davon elektrisch. Damit kommen Sie in Stuttgart entspannt und fle - xibel von A nach B. Testen Sie die roten stella E-Mopeds der Stadt- werke Stuttgart einfach über die kostenfreie stella -App! Mehr Infos unter stella-sharing.de. 43
                                Bus und Bahn – steigen Sie ein! Stuttgart verfügt über eins der dichtesten Nahverkehrsnetze Deutschlands. Im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (vvs) brin - gen rund 500 Bus-, Stadtbahn- und S-Bahn-Linien täglich mehr als eine Million Menschen zuverlässig durch die Region. Tickets gibt es bequem digital per App oder auf der polygoCard, die zugleich Zugang zu weiteren Angeboten, wie Car- oder Bikesharing, bietet. Mehr unter polygo.de. Neben Abos für Pendler, Schüler oder Senioren gibt es flexible Tickets für Gelegenheitsfahrten. Ergänzend bietet die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) mit dem On-Demand-Shuttle »SSB Flex« eine flexible Möglichkeit, unabhängig vom Fahrplan in der Stadt mobil zu sein. So verbindet der ÖPNV in Stuttgart moderne Technik, Vielfalt und Nachhaltigkeit und macht klimafreundliche Mobilität einfach zugänglich. 35
                                Nachhaltig unterwegs sein Mobilitätsberatung für Stuttgart Um den Überblick über Stuttgarts vielfältige Mobilitätsangebote zu behalten und den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu erleichtern, bietet die Stadt eine umfassende Beratung an. Für Privatpersonen Neben der persönlichen Vor-Ort-Beratung an ausgewählten Stand- orten besteht die Möglichkeit, sich per Telefon oder E-Mail über das passende Verkehrsmittel, die beste Route sowie Mobilitätskarten für einige Stuttgarter Stadtbezirke zu informieren. Für Betriebe Die betriebliche Mobilitätsberatung bietet kostenfreie und unver - bindliche Unterstützung für alle Stuttgarter Unternehmen. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, die Mobilität an und zu ihrem Standort zu optimieren so- wie umwelt- und klimascho- nender zu gestalten. 36 Weitere Informationen stuttgart.de/mobilitaetsberatung 0711 216-88900 mobilitaetsberatung@stuttgart.de
                                Mit kühlem Kopf durch den Sommer Heißere Sommer durch den globalen Klimawandel bedeuten nicht nur tolles Bade- und Grillwetter, sondern können zunehmend belas- tend für uns Menschen werden. Folgende kühle Orte bieten Ihnen in Stuttgart Schutz vor der Hitze: • Parks und Wälder: Auf einer schattigen Parkbank oder einem Spaziergang durch den Wald, lässt es sich auch im Sommer aushalten, z. B. im Kurpark Bad Cannstatt, im Häs- lachwald in Plieningen, am Hasenbrünnele im Lindentäle oder an den Parkseen, z. B. am Bärenschlössle. • Kneippanlagen: Arme und Beine können Sie z. B. in der Kneippanlage am Rohracker abkühlen. • Freibäder • Museen und Kirchen Einen Überblick über kühle Orte finden Sie in der digitalen Karte: maps.stuttgart.de/kuehle_orte Achten Sie bei hohen Temperaturen außerdem darauf, ausreichend zu trinken. Die Stadt Stuttgart fördert im Rahmen ihres Hitzeaktionsplans öffentliche Trink - brunnen, Wasserspender in Verwaltungsgebäuden und will Refill-Kooperationen weiter ausbauen. Refill-Möglichkeiten erkennen Sie an den blauen Aufklebern, die zeigen, dass hier Ihre Trinkflasche kostenlos mit Leitungswasser aufgefüllt wird. 37
                                Nachhaltig unterwegs sein Regionale Angebote rund ums Fahrrad In Stuttgart gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Fahrrad im Alltag flexibel und nachhaltig zu nutzen. Mit dem RegioRadStuttgart (ab Januar 2027: Lime) stehen an vielen Stationen im Stadtgebiet Fahr- räder, Pedelecs und Lastenräder zum spontanen Ausleihen bereit – ideal für kurze Wege. Wer ein eigenes Lastenrad in Betracht zieht, kann beim Lastenrad Stuttgart e. V. (lastenrad-stuttgart.de) Lasten- r äder auf Spendenbasis ausleihen oder das E-Lastenrad »Stuttgar - ter Rössle« (lastenrad.neuearbeit.de) über einen längeren Zeitraum testen. So wird der Einstieg erleichtert, ohne sofort investieren zu müssen. In der Selbsthilfewerkstatt des ADFC Stuttgart kann jede und jeder das eigene Rad unter fachkundiger Hilfe selbst reparieren. Werk - zeug ist vorhanden: stuttgart.adfc.de/buero-und-werkstatt Die Critical Mass bringt jeden ersten Freitag im Monat viele Radbe - geister te zusammen, die gemeinsam durch die Stadt fahren und so ein Zeichen für bessere Radinfrastruktur setzen: criticalmassstutt- gar t.wordpress.com 38
                                Wege fürs Fahrrad Stuttgart auf zwei Rädern zu entdecken, lohnt sich – für Gesund - heit, Lebensfreude und Klima. Trotz mancher Steigung wächst das Radwegenetz stetig und E-Bikes machen das Radeln auch bergauf bequem. Mit sicheren Abstellmöglichkeiten, Leihrädern und Rad - schnellwegen wird die Stadt immer fahrradfreundlicher. Auch Bür - gerinnen und Bürger, die gerne sportlich unterwegs sind, kommen auf Ihre Kosten. Zu den Highlights zählen der abwechslungsreiche Radel Thon Radweg rund um den Stuttgarter Talkessel, die Downhill Strecke »Woodpecker Trail« bei Stuttgart Degerloch sowie mehrere Pump - track Anlagen im Stadtgebiet. Eine Fahrradkarte ist in die digitale Stuttgart-Karte unter maps.stuttgart.de integriert und zeigt emp- fehlenswerte Radwege und Radtouren durch die Stadt. Übrigens: Der Online-Radroutenplaner der Stadt Stuttgart und der vvs hilft bei der Suche nach geeigneten Strecken zwischen Start- und Zieladresse. 39
                                Grüne Ausflugstipps in der Region (Kurz-)Urlaub vor der eigenen Haustür: Die Region Stuttgart bietet unzählige Möglichkeiten für Groß und Klein! Ob Ausflugsziele, Wan - derwege, Radtouren oder Wasserspaß – auf erlebnisregion-stutt- gart.de finden alle das passende Ziel. Ab ins Grüne In und um Stuttgart warten zahlreiche Orte zum Durchatmen und Entspannen. Auf dem Birkenkopf, am Fernsehturm, im Höhenpark Killesberg, im chinesischen Garten oder mit der Zahnradbahn nach Degerloch: überall laden schöne Wege, weite Blicke über die Stadt und gemütliche Plätze zum Verweilen ein. Hier lässt sich die Natur genießen, durchatmen und Zeit für gute Gespräche finden. Mehr In - fos unter femalefellows.com/ab-ins-gruene Weinwanderwege Auf vier Routen und insgesamt rund 40 Kilometern spazieren Sie durch idyllische W einberge und genießen beeindruckende Aussich - ten auf den Neckar, hinab in den Kessel oder auf den Max-Eyth-See. Wie wäre es mit einem Besuch bei einem der über 22 Stuttgarter Weingüter für eine kleine Verkostung? stuttgart-tourist.de/wein- wanderwege-in-stuttgart Nachhaltig unterwegs sein 40
                                Auf grüner Tour durch Stuttgart Stuttgart AirLeben Erleben Sie Stuttgart aus einer neuen Perspektive. An verschiedenen Orten erfahren Sie Wissenswertes zu Klima, Natur und Alltagsthe - men wie Energie, Konsum und Ernährung – ergänzt durch konkrete Handlungstipps und die Aufklärung gängiger Klimamythen. Für Gruppen ab fünf Personen wird die Stadtführung mit einem Guide angeboten (stuttgartairleben.de). Alternativ können Sie die Inhalte jederzeit individuell als Audiowalk über Guidemate (de.gui- demate.com) abrufen. Einen Gutschein finden Sie im Gutscheinteil. Komm mit auf Tour Kommen Sie mit auf Entdeckungstour und erfahren Sie, wie stylisch faire Mode sein oder wo man fairen Kaffee trinken kann. Beim nach- haltigen Stadtrundgang dreht sich alles um Textilien, Mobilität, Le - bensmittel und Plastikvermeidung. Die Future Fashion Tour stellt Orte in Stuttgart vor, die faire, ökolo- gische, second hand, upgecycelte oder getauschte Mode anbieten. Die Touren richten sich an junge Menschen ab 15 Jahren, Jugend - gruppen, Schulklassen und Studierende. Einfach anmelden unter wir-ernten-was-wir-saeen.de/komm-mit-auf-tour. 41
                                Nachhaltig unterwegs sein 42 SO NUTZEN SIE DIE GUTSCHEINE IM KLIMASPARBUCH: ‰□ Die Gutscheinangebote gelten nur, solange der Vorrat reicht. ‰□ Jeder im Klimasparbuch enthaltene Gutschein darf nur einmal pro Person eingelöst werden. ‰□ Bei vor Ort eingelösten Gutscheinen können Sie sich den Gut - schein abzeichnen oder abstempeln lassen. Bei online einzu - lösenden Gutscheinen ist auf Verlangen der Originalgutschein einzusenden. ‰□ Wir übernehmen keine Haftung, wenn ein Gutschein von einem Gutscheinanbietenden nicht eingelöst wird oder nicht eingelöst werden kann. Dies gilt insbesondere bei Wechsel der Eigen - tumsverhältnisse, Geschäftsauflösung, Insolvenz, usw. ‰□ Für die Inhalte der Gutscheine sowie der im Klimasparbuch auf - geführten Websites und Links sind ausschließlich die jeweiligen Betreiberinnen und Betreiber verantwortlich. Und wenn das Gutscheinangebot mal etwas weiter weg liegt, verbin- den Sie das Einlösen doch mit einer kleinen Fahrradtour oder einem Ausflug mit Bus und Bahn. Viel Vergnügen beim Ausprobieren!
                                  47 IMPRESSUM Herausgebende: Landeshauptstadt Stuttgart sowie der oekom e.V. – Verein für ökologische Kommunikation © 2026 oekom verlag, München oekom – Gesellschaft für ökologische Kommunikation mbH Goethestraße 28, 80336 München Idee und Konzept: oekom e.V. Projektleitung: Lea Mistele (Amt für Umweltschutz), Alicia Walter, Julia Hermann (oekom verlag) Gestaltung und Satz des Innenteils: Diana Schmidt (www.pfadfinderin.com) Umschlaggestaltung und Illustration: Ulrike Huber (www.uhu-design.de) Druck: Druckstudio GmbH, Düsseldorf Alle Rechte vorbehalten Printed in Germany Dieses Buch ist ausgezeichnet mit dem Blauen Engel. Dieses Buch richtet sich an alle Geschlechter gleichermaßen. Deshalb bemühen wir uns um eine geschlechtsneutr ale Sprache. In Fällen, in denen eine einfache Lösung nicht möglich ist, verwenden wir die maskuline Form. Die Herausgebenden übernehmen keine rechtliche Verantwortung für den Inhalt der aufgeführten W eblinks sowie für die Richtigkeit der CO₂-Angaben. Bei der Berechnung der CO₂-Werte in diesem Buch wurden CO₂-Äquivalente wie Methan oder Lachgas berücksichtigt. Bei der Gestaltung und Quellenauswahl unserer CO₂-Beispiele konnten wir nicht alle aktuellen Gegebenheiten, wie steigende Strompreise sowie die Inflation, berücksichtigen. Die Zahlen stellen daher eine Momentaufnahme dar, die ggf. nicht der tagesaktuellen Situation entspricht. Bildnachweise: LHS/Schmucker (3), Karl Semle (4), LHS (5, 6, 20), EBZ (8), LHS – Fotograf Fabrice Weichelt (9), Stadtbibliothek Stuttgar t (18), Märkte Stuttgart GmbH (26), Sarah Neuendorf von Gretas Schwester (27), SoLaWiS (28), WTM GmbH Waiblingen, Fotograf Kai Koepf (31), RECUP (32), Raupe Immersatt (33), Stadtwerke Stuttgart (34), stadtmobil carsharing AG (34), LHS: Leif Piechowski (36), Stuttgart- Marketing GmbH – Sarah Schmid (37, 40), Lichtgut_Leif-Hendrik Piechowski (38), Stuttgart-Mar - keting GmbH – Martina Denker (39, 41), Getty Images: DragonImages (7), AdobeStock: brizmaker (10), USeePhoto (11), Uwe (12), peopleimages.com (14), Kosolovskyy (15), MM (16), hanohiki (19), Zamrznuti t onovi (20), Christin Klose (22), Jelena (23), thingamajiggs (25), veronchick84 (25), tigercat_lpg (29), Angela Kohlschmitt (30), Crimson (35), Simon Dux Media (42), Freepik (21) The Noun Project: Alina Oleynik (24), P Thanga Vignesh (24), Jino (24), Danil Polshin (24), Design Circle (24), Vector Portal (25), Graphixs_Art (25), Arash Design (25)
                                  natürlic h oekom! Mit diesem Klimasparbuch halten Sie ein echtes Stück Nachhaltigkeit in den Händen. ○ 100 % Recyclingpapier ○ mineralölfreie Druckfarben ○ Verzicht auf Plastikfolie ○ Freiwillige Investition in regionales Moorschutzprojek t ○ kurze Transportwege – in Deutschland gedruckt We itere Informationen unter natürlich-oekom.de und #natürlichoeko m Hier finden Sie die Onlineversion: Erfahren Sie mehr unter klimasparbuch.de